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Freitag, 13. Juli 2018
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81. Jahrestagung des VHB

12. bis 14. Juni 2019 in Rostock

 

 

 

Wissenschaftliche Kommissionen

Impulsgebend und richtungsweisend

29.05.2018
MARGIT OSTERLOH und WOLFGANG BALLWIESER zu Ehrenmitgliedern ernannt - WIR GRATULIEREN!!

Osterloh, Wolff

Ballwieser, Wolff

Neue Ehrenmitglieder im VHB, Magdeburg 25.05.2018

 

 

Ehrenmitglied des Verbandes der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft e.V. (VHB) kann werden, wer sich als ordentliches Mitglied um die betriebswirtschaftliche Forschung besonders verdient gemacht hat. Die Hauptversammlung des VHB hat am 25. Mai 2018 in Magdeburg bestätigt, dass Prof. Dr. Dr. h.c. Margit Osterloh (Zürich) und Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Ballwieser (LMU München) diese Voraussetzung der Verbandssatzung vollumfänglich erfüllen.

 

Margit Osterloh

Mit ihrem Leitsatz „Literaturkenntnis schützt vor Neuentdeckung“ kennen wir Margit Osterloh als Impulsgeberin für akademische und gesellschaftliche Debatten und prägendes Vorbild. Die Karrierewege führten die Ingenieurin der TU Berlin mit praktischen Erfahrungen im Mittelstand nach Australien, Berlin, Lüneburg, Nürnberg-Erlangen, Warwick und Zürich, um – in alphabetischer Ordnung – nur einige ihrer Stationen zu nennen. Margit Osterlohs wissenschaftlicher Werdegang in der Management-Forschung lässt sich anhand eines beeindruckenden Publikationsverzeichnisses mit einer Vielzahl von in Top-Journals veröffentlichten Beiträgen verfolgen. Organisationslehre, Unternehmen und Gender, Wissensmanagement, Ethik- und Motivationsthemen standen und stehen im Mittelpunkt ihrer Forschung. Sie untersucht den Umgang mit Menschen und Wissen in Organisationen und scheut sich nicht, auch Nachbardisziplinen wie die Psychologie einzubeziehen.

Als „leidenschaftliche Brückenbauerin“, so Jetta Frost anlässlich der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft, „hat Margit Osterloh im Laufe ihrer Karriere stets tragfähige Verbindungen zwischen verschiedenen Perspektiven, sei es zwischen den verschiedenen, oft unversöhnlich oder gar inkommensurabel wirkenden Theorien unseres Fachs, aber auch zwischen akademischer Rigorosität und lebensweltlicher, praktischer Relevanz geschaffen“ und begreift so Forschung stets als theoriegestützte Problemformulierungen von der Praxis. Deutlich wird Osterlohs wissenschaftliches Ansehen auch durch die 2007 verliehene Ehrendoktorwürde der Leuphana Universität. Nicht nur aktiv im Wissenschaftsbetrieb, sondern in einer Vielzahl von Gremien, ist Margit Osterlohs Mitgliedschaft im Wissenschaftsrat von 2005 bis 2011 hervorzuheben. In ihrer Zeit als Vorsitzende der Wissenschaftlichen Kommission Organisation in den Jahren 2000 bis 2002 war sie es, die neue Qualitätsmaßstäbe im peer review einführte. Im VHB ist sie – nicht nur wenn es um streitbaren Widerstand gegen Rankings und Impactfaktoren geht – nach wie vor aktiv und unterstützt aktuell die Initiative KFA (Kompetente Frauen in Aufsichtsräte) durch ihre Mitwirkung im Board.

 

Wolfgang Ballwieser

Seit mehr als dreißig Jahren begleitet Wolfgang Ballwieser die Entwicklung der deutschen Unternehmensbewertung. Seine Reputation in diesem Bereich ist Globus-umspannend und reicht bis nach Japan. In seinen Arbeiten zur Rechnungslegung vertritt Ballwieser „mit Leidenschaft die Notwendigkeit normativer Forschung in der Rechnungslegung“, so Hans Joachim Böcking bei der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft in Magdeburg. Wolfgang Ballwieser strebt bis heute die ständige Weiterentwicklung handelsrechtlicher Rechnungslegung aus betriebswirtschaftlicher Sicht an und trägt so die universitäre BWL in die Praxis hinein. Dabei wagt Ballwieser durchaus die Diskussion mit Juristen und ist auch im eigenen Fach durch sein „Ja, aber“ ein wertvoller, vielleicht auch gefürchteter Diskutant. Der wissenschaftliche Werdegang von Wolfgang Ballwieser reicht von Frankfurt über Hannover bis nach München an die LMU, der er bis heute treu geblieben ist. Gastprofessuren in Österreich runden das Bild ab. Als Zeichen höchster wissenschaftlicher Qualität verlieh ihm 2001 die Bergische Universität Wuppertal die Ehrendoktorwürde und 2002 wurde er mit dem Dr. Kausch-Preis der Universität St. Gallen geehrt. Seit 2003 ist Wolfgang Ballwieser zudem Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.

Von 2004 bis 2012 war Wolfgang Ballwieser im Fachkollegium Wirtschaftswissenschaften aktiv und setzt sich als Mitglied von VHB, Verein für Socialpolitik und Schmalenbach-Gesellschaft vernetzend – und vermittelnd –für die BWL ein. Wir kennen ihn zudem als Präsident der European Accounting Association, Gutachter des Wissenschaftsrats zu Akkreditierungsfragen, Mitglied im wissenschaftlichen Arbeitskreis für Regulierungsfragen der Bundesnetzagentur sowie gefragten Gutachter bei Zeitschriften und in Berufungsprozessen, um nur einige Aktivitäten Ballwiesers zu nennen.

Doch Wolfgang Ballwieser hat nicht nur für die deutsche Betriebswirtschaftslehre, sondern auch für den VHB unschätzbare und vielfältige Leistungen erbracht. Seine unermüdliche Mitwirkung im Verband reicht über verschiedenste Beiträge auf Tagungen und Workshops und der Organisation der Pfingsttagung 1985 bis zum Engagement in den Jahren 1994 und 1995 als Vorsitzender der Wissenschaftlichen Kommission Rechnungswesen und das Amt als stellvertretender Vorsitzender 1997/98. Gemeinsam mit Arnold Picot hat er im Vorstand des VHB einen Wandel eingeleitet und mit der außerordentlichen Mitgliedschaft für nicht Habilitierte den Verband erstmals für den Nachwuchs geöffnet. So hat Wolfgang Ballwieser den VHB geprägt und stellt bis heute Weichen, nicht nur mit seinem Einsatz im VHB-Board of Friends.

 

Die Wahl zum Ehrenmitglied ist eine ganz besondere Auszeichnung, zu der wir herzlich gratulieren!

 

 

 

 
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