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Archiv: 100 Schlaglichter der BWL

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timon studler auf unsplash

30.12.2021 - Personalökonomie – ein erwachsen gewordenes Forschungsfeld

Die Personalökonomie hat sich ausgehend von einer Personalwirtschaftslehre mit allenfalls ökonomischen Spurenelementen, über eine Disziplin in den Kinderschuhen und einem ökonomischen Silberstreif am Horizont zu einer ausgewachsenen, international anerkannten Forschungsdisziplin entwickelt. Sie ist heute theoretisch breiter aufgestellt, empirisch federführend an der internationalen Forschungsfront und mit zunehmendem Einsatz von randomisierten oder natürlichen Feldexperimenten praxisrelevanter denn je.

fabio comparelli auf unsplash

29.12.2021 - Steter Tropfen höhlt den Stein

Lange Zeit war in öffentlichen Verwaltungen der Rechnungsstil der Kameralistik vorherrschend, der sich nur auf die Steuerung von Zahlungsströmen bezog. Erst langsam setzten sich allgemein gültige Erkenntnisse der betriebswirtschaftlichen Rechnungstheorie in der Verwaltungspraxis durch. Die Wissenschaftliche Kommission ÖBWL legte mit ihren „Leitlinien für die Reform des öffentlichen Rechnungswesens“ die Basis für umfassende Reforminitiativen im deutschen Sprachraum, die auch im Einklang mit internationalen Entwicklungen stehen.

florian olivo auf unsplash

28.12.2021 - Destruktive Führung

Destruktives Führungsverhalten haben viele Beschäftigte bereits am eigenen Leib erlebt und verursacht Jahr für Jahr substantielle Kosten. Wir brauchen daher eine Managementforschung, die sich auch dieser Schattenseite von Führung widmet; die aufzeigt, wie ökonomischer Schaden abgewendet und wie das Wohl der geführten Beschäftigten geschützt werden kann.

jess bailey auf unsplash

27.12.2021 - Von der Organisation zur Organisationalität

Ein Plädoyer für die Erweiterung der Organisationsforschung

Verschiedene Organisationsforscherinnen und Organisationsforscher plädieren dafür, den klassischen Begriff der „Organisation“ durch den Begriff der „Organisationalität“ zu ersetzen – weg von der Bezeichnung eines Sozialsystemtypus zur Bezeichnung einer mehr oder weniger ausgeprägten Eigenschaft von Sozialsystemen. Mit dieser Umstellung des Organisationsbegriffs geht eine Erweiterung des Gegenstandsbereichs der Organisationsforschung einher. Sie lässt sich damit auf alle Sozialsysteme anwenden, sofern sie einen gewissen Grad an Organisationalität aufweisen.

Bildquelle: JLU Till Schürmann

26.12.2021 - Virtual Reality Shopping

Die Zukunft des E-Commerce könnte auch in der virtuellen Realität liegen. Diese bietet zusätzliche Vorteile durch ein besonderes Kundenerlebnis, insbesondere durch verbesserte Darstellungsmöglichkeiten der Produkte und reichhaltige Interaktionsmöglichkeiten wie Blicke oder Gesten. Doch spielen Aspekte des Datenschutzes wegen der zahlreichen multimodalen Daten eine noch größere Rolle, als es im E-Commerce schon jetzt der Fall ist.

liza summer auf pexels

25.12.2021 - Produktzugaben – Sind Geschenke immer hilfreich?

Bei Produktzugaben erhalten Kundinnen und Kunden ein Geschenk, wenn sie ein Produkt kaufen. Zugaben können den Absatz deutlich steigern – sie können allerdings auch das Gegenteil verursachen. Managerinnen und Manager sollten daher darauf achten, dass sie die richtigen Zugaben mit den richtigen Produkten verwenden und die Zugaben vor ihrem Einsatz testen.

sincerely media auf unsplash

24.12.2021 - Wie Nutzen statt Besitzen die Wertschöpfung verändert

Die Anwendung des Prinzips „Nutzen statt Besitzen“ ist mittlerweile weit verbreitet, und eine dienstleistungszentrierte Logik des Marketings verändert bislang übliche Geschäftsmodelle. Zusammen mit innovativen Instrumenten des Vertragsmanagements birgt dies großes Potential und könnte tradierte, isolierte Ziele einzelner Akteurinnen und Akteure an übergreifenden, auch nachhaltigen Zielgrößen ausrichten und damit eine intelligente Steuerung der Wertschöpfung ermöglichen.

adam niescioruk auf unsplash

23.12.2021 - Tafelsilber regelmäßig pflegen!

Warum die Ideengeschichte nicht verstauben soll

Wer die Ideengeschichte seiner Disziplin kennt, fällt nicht leicht auf Modisches herein und gestaltet die Zukunft effizienter. Deshalb lohnt die Beschäftigung mit der Geschichte der Betriebswirtschafts¬lehre oder einer ihrer Spezialisierungen besonders für Personen in der Wissenschaft, im Management oder im Journalismus.

cytonn photography auf unsplash

22.12.2021 - Vom Absatz- zum Beziehungserfolg

Bis etwa zur Jahrtausendwende standen die vom Unternehmen angebotenen Produkte und Dienste im Mittelpunkt des Marketingdenkens. Das änderte sich durch die Fokussierung auf individuelle Kundenbeziehungen im Rahmen des Beziehungsmarketings.

adrian diaz sieckel auf unsplash

21.12.2021 - Feldkonfigurierende Veranstaltungen und Ereignisse

Unsere jährlichen wissenschaftlichen Konferenzen können aus organisationstheoretischer Perspektive als feldkonfigurierende Veranstaltungen bezeichnet werden. Diese sind nicht nur ein spannendes Forschungsobjekt, sondern eignen sich auch konzeptionell, um Institutionalisierungsdynamiken auf der Ebene organisationaler Felder zu verstehen.

shane rounce auf unsplash

20.12.2021 - „Gutes“ Personalmanagement

Die eigentliche Basis des Erfolgs einer Organisation!

Wenn eine betriebliche Funktion die Basis für den Erfolg einer Organisation darstellt, dann doch wohl das Personalmanagement! Womit sonst wird das Personal eingestellt, entwickelt und motiviert, welches die Strategien erarbeitet, Produkte und Dienstleistungen entwickelt, produziert und vermarktet, verwaltungsbezogenen Leistungen u. Ä. vollbringt – also den Erfolg erarbeitet? Versagt das Personalmanagement, dann ist der Organisationserfolg dem Zufall überlassen. Dies ist nicht anmaßend und/oder dreist formuliert; es entspricht einer nicht bestreitbaren Logik: Solange Organisationen nicht durch eine selbstständige Künstliche Intelligenz gegründet und/oder strategisch wie operativ gesteuert werden, solange ist der Mensch – als Organisationsmitglied – die Quelle des organisationalen Erfolgs.

ralf skirr auf unsplash

19.12.2021 - Kaufmann als Gelehrter?

Der Kaufmann will Gelehrter sein? Behüt’ uns doch der Himmel! Erfahrung leitet ihn allein Durch sein Berufsgetümmel. Lasst Seewind ihm die Nas’ umwehn, Zur That ist er geboren; Die Theorie, die lass’ er stehn, Die ist für Professoren! Valleri, vallera, valleri, vallera, Die ist für Professoren! […] (Gildemeister, 1901)

adan javed auf unsplash

18.12.2021 - Theory of the firm redux

Die Theorie der Unternehmung, einst Kern der betriebswirtschaftlichen Theoriebildung, steht nicht mehr hoch im Kurs. Für Klaus Brockhoff etwa ist sie in Gefahr entweder der Leere oder einer Komplexität, die sich nicht handhaben lässt. So berechtigt diese Befürchtung ist: Mein Vorschlag ist, doch einen Weg zwischen dieser Skylla und jener Charybdis zu suchen.

pop zebra auf unsplash

17.12.2021 - Corporate Social Responsibility (CSR)

Zu oft wird Unternehmensverantwortung noch als Reise verstanden, die jedoch niemals endet. Es ist Zeit, sich von wohlklingenden Absichtserklärungen zu lösen und Nägel mit Köpfen zu machen. Neu gedachte Corporate Social Responsibility (CSR) stellt ambitionierte, konkrete und messbare Nachhaltigkeitsziele in den Mittelpunkt. Unternehmerische Innovation und smarte Regulierung gehen dabei Hand in Hand.

elena mazhvilo auf unsplash

16.12.2021 - Chancengleichheit in der Führungskräfte-Auswahl

Das meritokratische Credo besagt, dass Führungskräfte auf der Grundlage ihrer Verdienste ausgewählt werden. Wer jedoch aus einem elitären Familienhintergrund stammt, beherrscht die geschriebenen und ungeschriebenen Verhaltensregeln für elitäre Kreise unvergleichlich besser als andere. Empirische Belege zeigen, dass der familiäre Hintergrund einer Person nach wie vor der Schlüssel zur Erlangung einer Spitzenposition ist. So kamen im Jahr 2000 87 % aller Vorstandsvorsitzenden der 100 größten deutschen Unternehmen aus dem reichsten 1 % der Gesamtbevölkerung. Familien der Oberschicht sind in Machtpositionen überproportional vertreten und vererben diese Vorteile an ihre Nachkommen weiter.

Jack Moreh auf freerange

15.12.2021 - Digitales Nudging

Digitale Nudges—kleine „Stupser“ auf Benutzeroberflächen, die das Verhalten von Nutzenden auf vorhersehbare Weise lenken—können Menschen dabei helfen, für sie vorteilhaftere Entscheidungen zu treffen. Vorausgesetzt sie werden von Unternehmen und Politik verantwortungsbewusst eingesetzt.

science in hd auf unsplash

14.12.2021 - Kuppelproduktion und Klimawandel

Kuppelproduktion ist ein allgegenwärtiges reales Phänomen. Obwohl Ursache der meisten Umweltprobleme, insbesondere des mit der Industrialisierung bislang verbundenen Klimawandels, wurde es vom Mainstream der Wirtschaftswissenschaften im 20. Jahrhundert weitgehend ignoriert. Mit der zunehmenden Relevanz des Umwelt- und Klimaschutzes wird Kuppelproduktion seit den 1990er Jahren von der betriebswirtschaftlichen Produktionsforschung und -lehre stärker thematisiert, vor allem bei Fragen der Kreislaufwirtschaft sowie der Vermeidung und Entsorgung unerwünschten Outputs.

amador loureiro auf unsplash

13.12.2021 - Der Einfluss von Sprache auf internationales Management

Englisch gilt als Weltsprache globaler Geschäftstätigkeit. Dies schafft eine gemeinsame Kommunikationsbasis, bedeutet aber auch, dass ein Großteil der internationalen Wirtschaftskommunikation in einer Fremdsprache abläuft. Ein exponentiell wachsender Forschungszweig beschäftigt sich mit den Auswirkungen von Sprachbarrieren auf die Strategien, Mitarbeiter und Effizienz multinationaler Unternehmen.

marcel eberle auf unsplash

12.12.2021 - 100 Jahre VHB und 100 Jahre Hans Albert

Hans Albert hat den Kritischen Rationalismus (KR) in Deutschland vertreten und entscheidend dazu beigetragen, dass dieser in der BWL einen festen Platz einnehmen konnte. Der Beitrag würdigt die Rolle Hans Alberts für die Entfaltung des KR in der BWL mit besonderem Blick auf das Werturteilsfreiheitsprinzip.

kyle glenn auf unsplash

11.12.2021 - Die BWL gab die Opferrolle ab

Als die Kapazitätsgrenzen der WISO-Fakultäten wegen der starken Zunahme der Studienanfängerinnen und Studienanfänger deutlich überschritten wurden, entstand eine prekäre Situation. Die Gleichstellung mit anderen Studienrichtungen musste durch eine Klage auf Einführung des Numerus clausus hergestellt werden. Nach dessen Einführung wurden die Kapazitäten durch neue BWL-Lehrstühle, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultäten und auch ganze Hochschulen mit Schwerpunkt Wirtschaft stark erweitert.