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Dienstag, 12. Dezember 2017
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VHB Gruppe

  

Kernaktivitäten

 

80. Pfingsttagung des VHB

23. bis 25. Mai 2018 in Magdeburg

 

 

 

Wissenschaftliche Kommissionen

Best Practice Paper Award 2017

 

„Bridging the Gap between Inventions and Innovations -Increasing Success Rates in Clinical Trials“

 

Autoren:

Carolin Häussler, Universität Passau

Anne Assmus, Universität Passau

 

Inhalt, Kernaussage und Erkenntnisse:

Ergebnisse der Grundlagenforschung in marktfähige Produkte oder Technologien zu überführen, stellt eine zentrale Herausforderung dar. Von hoher Bedeutung ist hierbei sowohl die Fähigkeit, eine Brücke zwischen Grundlagen- und angewandter Forschung zu schaffen, als auch zwischen verschiedenen Forschungsgebieten zu „übersetzen“. Diese Übersetzungsleistung ist insbesondere in der translationalen Medizin relevant, welche eine Vielzahl von interdisziplinären Aktivitäten umfasst, die sich mit der schnellen und effizienten Umsetzung präklinischer Forschung in die klinische Entwicklung beschäftigen.

 

In diesem Projekt wird ein theoretisches Rahmenwerk entwickelt und empirisch getestet, welches erlaubt Wirkzusammenhänge zwischen Kompetenz und Erfolg aufzuzeigen. Dabei werden Kompetenzen in der Grundlagen- und angewandten Forschung als „horizontal" und Kompetenzen in verschiedenen Forschungsgebieten als „vertikal" bezeichnet. Nach einer Definition und Abgrenzung, folgt eine Diskussion, inwieweit „horizontale“ und „vertikale“ Kompetenzen die Fähigkeit beeinflussen, Forschungsergebnisse in Produkte zu überführen.

 

Auf einer Datengrundlage von 3.917 klinischen Studien in der pharmazeutischen Industrie wird aufgezeigt, dass die Erfolgswahrscheinlichkeit steigt sofern leitende Forscher „horizontale“ Kompetenzen mit einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Grundlagen- und angewandter Forschung besitzen. Im Gegensatz dazu reduzieren Forscher mit „vertikalen“ Kompetenzen die Erfolgsaussichten klinischer Studien. Dieser negative Zusammenhang wird nur dann abgemildert, wenn der leitende Forscher neben „vertikalen“ Kompetenzen auch Grundlagenforschungskenntnisse besitzt. Zudem weist die empirische Analyse darauf hin, dass klinische Studien von Teams mit mindestens einem Forscher mit „horizontalen“ oder „vertikalen“ Kompetenzen eher Erfolg haben als wenn alle Mitglieder ein engeres Spektrum an Kompetenzen besitzen.

 

Aus dem Papier lassen sich direkte Implikationen für die Praxis ableiten, z.B. mit welcher Teamzusammensetzung translationale Medizin die besten Erfolgsaussichten hat.