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Donnerstag, 22. Juni 2017
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VHB Gruppe

  

Kernaktivitäten

 

79. Pfingsttagung des VHB

7. bis 9. Juni 2017 in St. Gallen

 

 

 

Wissenschaftliche Kommissionen

VHB und Ethik

Ethikbeauftragter des VHB

Der VHB-Vorstand hat in 2013/2014 damit begonnen, eine umfassende Sammlung von Hinweisen zu und Beispielen von „guter fachlicher Praxis“ (GfP) bzw. „guten fachlichen Praktiken“ (GfPs) für seine Mitglieder bereitzustellen, um den VHB-Mitgliedern über die bestehenden Ethik-Kodizes hinaus in konkreten berufspraktischer Fragen ethische Orientierung zu geben.

 

Leider gibt es in Einzelfällen schwerwiegende Verstöße gegen das, was als ethisch vertretbares Verhalten von Verbandsmitgliedern angesehen wird. Wissenschaftliches Fehlverhalten, d.h. Verstöße gegen ethische Grundsätze wissenschaftlichen Arbeitens oder guter wissenschaftlicher Praxis, können die Interessen und das Ansehen des Verbands nachhaltig schädigen. Wenn dem VHB wissenschaftliches Fehlverhalten eines seiner Mitglieder angezeigt oder es auf andere Weise bekannt wird, wird der VHB-Vorstand durch den Ethikbeauftragten des VHB beraten.

Nach der Anfang 2015 wirksam gewordenen Satzungsänderung und der Einrichtung der GfPs war im laufenden Jahr die Auflösung der Arbeitsgruppe „Ethik wissenschaftlichen Arbeitens“ beschlossen wurden. Die bisherigen Mitglieder der Arbeitsgruppe Arnold Picot (LMU München) und Andreas Scherer (Univ. Zürich) wurden zum Ethikbeauftragten bzw. Stellvertreter berufen. Wir danken beiden für die Übernahme dieser verantwortungsvollen Positionen sowie ihnen und den weiteren Mitgliedern der Arbeitsgruppe, dies da waren zuletzt Ursula Hansen (Univ. Hannover) und Richard Köhler (Univ. zu Köln), für die wichtige und maßvolle Unterstützung des Vorstands.

 

Gute fachliche Praktiken (GfPs) – Arbeitsgruppe und Weiterentwicklung

Die Sammlung sog. Guter fachlicher Praxis (GfPs) des VHB enthält zu verschiedenen Themenfeldern Hinweise auf und Beispiele für einen angemessenen Umgang mit aus ethischer Perspektive relevanten Aspekten des hochschulpraktischen Alltags. Die Arbeitsgruppe hat die Aufgabe, in einem transparenten Kommentierungsverfahren die gegenwärtigen GfPs anhand der Hinweise der Verbandsmitglieder zu überarbeiten. Der Überarbeitungsprozess eines GfPs besteht aus einer Konsultationsphase, einer Entwurfsphase und einer Verabschiedungsphase.

 

Der VHB hat im Mai 2015 eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die die Weiterentwicklung der bislang vorliegenden GfPs anstößt, koordiniert und moderiert. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe sind:

 

·         Prof. Dr. Edeltraud Günther, TU Dresden,

·         Prof. Dr. Annette G. Köhler, Univ. Duisburg-Essen (Vorsitz),

·         Prof. Dr. Manfred Schwaiger, LMU München.

 

Im Juni 2015 hat die Arbeitsgruppe mit der Überarbeitung des GfPs 7 (Begutachtung und Betreuung von Dissertationen und anderen wissenschaftlichen Arbeiten) ihre Arbeit aufgenommen. Anlass für die Überarbeitung sind in erster Linie neuere Entwicklungen, die insbesondere die Begutachtung und Betreuung von Dissertationen betreffen. Hierunter fallen z.B. die Zunahme kumulativer Dissertationen und damit in Zusammenhang stehende Fragen wie die Behandlung von Koautorenschaften mit dem Betreuer sowie die wachsende Bedeutung sogenannter Betreuungsvereinbarungen. Ferner stellt sich die Frage, inwieweit es angemessen und sinnvoll ist, Dissertationen und andere wissenschaftliche Arbeiten wie Bachelor- und Masterarbeiten – wie bislang - in einem Themenfeld zu behandeln.

 

In der online unterstützten Konsultationsphase , die Ende November endete, gingen insgesamt 40, vielfach äußerst umfassende und konstruktive Kommentierungen ein.

 Sie stellen die Grundlage für die Entwicklung eines Textentwurfs für einen überarbeiteten GfPs 7 durch die Arbeitsgruppe dar. Dieser Textentwurf wird im Rahmen der Entwurfsphase den Verbandsmitgliedern mit Bitte um Kommentierung zur Verfügung gestellt. Die Kommentierungsphase ist für das erste Quartal 2016 geplant.