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Dienstag, 27. Juni 2017
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VHB Gruppe

  

Kernaktivitäten

 

79. Pfingsttagung des VHB

7. bis 9. Juni 2017 in St. Gallen

 

 

 

Wissenschaftliche Kommissionen

Umfrage zu Selbstverständnis und Name des Verbandes

 

Unser Verband hat mit inzwischen über 2.250 Mitgliedern vor allem aus dem deutschsprachigen Raum das zentrale Ziel, die universitäre Betriebswirtschaftslehre als wissenschaftliche Hochschuldisziplin zu erhalten und zu fördern. Dies ist auch als Zweck in § 2 unserer Satzung ganz prominent verankert.

 

Sie alle haben in den vergangenen Jahren wahrgenommen, dass die BWL an Universitäten stark unter Druck gerät und in ihrer erfolgreichen Arbeit eher behindert als gefördert wird. Vor diesem Hintergrund arbeiten wir in vielen Initiativen, die durch das breite Engagement von Ihnen allen mitgetragen werden, daran, der BWL an Universitäten als Verband Gesicht und Stimme zu geben: Um in der Politik erfolgreich Gehör zu finden und unsere Aufgaben in Forschung, Lehre und Wissenstransfer auch in Zukunft nachhaltig und gut wahrnehmen zu können.

 

Wir beobachten, dass diese Arbeit erste Früchte trägt und dass der VHB und damit die universitäre BWL stärker in das Blickfeld von Politik und Wirtschaft rücken. Diesen Weg wollen wir weiter fortschreiten. Dazu gehörte auch noch einmal eine kritische Reflexion, ob unser Name als „Verband der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft" bzw. die englische Bezeichnung „German Academic Business Research Association" bzw. unser Logo und Akronym VHB tatsächlich das ausdrückt, was wir anstreben und sein möchten.

 

Im Sommer 2016 wurde daher eine Umfrage durchführt, um eine Tendenz für eine Position zu finden, die ein verbandsweiter Konsens wäre, in dem die Mehrheit der Mitglieder sich tatsächlich wiederfindet. Etwa 20% der Mitglieder haben an dieser Umfrage teilgenommen. Der Name „Verband der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft“ wird demnach, ebenso wie weitgehend auch sein Akronym „VHB“ und auch die englischsprachige Variante, weitgehend als eingeführte Marke und der Begriff des Hochschullehrers als neutrale Gattungsbezeichnung verstanden. Allenfalls die inhaltliche Diskussion wird als sinnvolles Betätigungsfeld angesehen, diese wird jedoch auch bei unveränderter Bezeichnung als möglich erachtet. Eine Namensänderung sollte nur dann in Erwägung gezogen werden, wenn eine inhaltliche Änderung, die als notwendig empfunden wird und überzeugend ist, damit verbunden wäre – dies wird für die bisherigen Vorschläge aus der Umfrage weder für die deutsche noch die englische Version gesehen.

 

 

Abb.: „Wortwolke“ der Alternativvorschläge

 

Viele Mitglieder haben die Möglichkeit genutzt, einen Alternativvorschlag für den Namen des Verbandes zu unterbreiten. Hierbei ist eine deutliche Tendenz zu Varianten mit „betriebswirtschaftliche Forschung und Lehre“ bzw. „Forschung und Lehre in der BWL“ zu erkennen, also eine Orientierung an der „Sache“.

 

Die Antworten machen insgesamt deutlich, dass der Universitätsbezug nach wie vor von den Mitgliedern geschätzt wird und das Selbstverständnis unseres Verbandes klar von der Betriebswirtschaftslehre als Wissenschaftsdisziplin geprägt ist. Bemerkenswert ist, dass mehrfach eine deutliche Öffnung des Verbandes – für Doktoranden, Fachhochschulprofessor(inn)en bzw. alle Interessierten – befürwortet wird.