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Freitag, 18. August 2017
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VHB Gruppe

  

Kernaktivitäten

 

80. Pfingsttagung des VHB

23. bis 25. Mai 2018 in Magdeburg

 

 

 

Wissenschaftliche Kommissionen

Perspektiven 2020

 

Der Gesamtvorstand entwickelt derzeit ein Maßnahmenpaket „Perspektiven 2020“ für unseren Verband, der in 2021 sein 100jähriges Jubiläum feiern wird. Denn nur, wenn die BWL an Universitäten sichtbar ist, findet sie Gehör in der Wirtschaft und der Politik  als Fundament für eine nachhaltig starke Position im Wettbewerb der Wissenschaften und Institutionen.

 

Vieles, was Hochschullehrerinnen und -lehrer in der BWL leisten, ist bis heute nicht hinreichend sichtbar: Angefangen vom Aufbau der persönlichen Expertise für bestimmte betriebswirtschaftliche Problembereiche bis hin zu Erfolgen in Forschung und Lehre. So ist beispielsweise bis heute kaum bekannt, wie viele begutachtete Drittmittelanträge allein aus der BWL erfolgreich eingeworben werden können – bei den DFG-Anträgen auf Einzelförderung stellt die BWL innerhalb der Wirtschaftswissenschaften beispielsweise die größte Gruppe der Anträge. Der Gesamtvorstand strebt deshalb die Erhöhung von Transparenz und Sichtbarkeit der betriebswirtschaftlichen Leistungen an. Einen ersten Schritt in diese Richtung finden Sie auf der Verbandswebsite, auf der wir erstmals die Shortlist der Kandidatinnen und Kandidaten für die VHB-Preise präsentieren.

 

Der Mittelverteilungskampf an Universitäten und der daraus resultierende politische Druck behindern den Transfer betriebswirtschaftlicher Forschung in die Unternehmenspraxis. Sichtbarkeit und damit verbunden Anerkennung finden in den durch die Hochschulpolitik getriebenen Rektoraten und Präsidien im universitätsinternen Mittelverteilungskampf lediglich forschungsorientierte Publikationen und nicht der explizite Wissenstransfer in die Unternehmenspraxis. Aber gerade für die BWL ist das gefährlich, denn es entsteht dadurch ein doppelter Schaden – für die Praxis genauso für die Wissenschaft. Neues Wissen kommt durch den Zwang zur Fokussierung auf forschungsorientierte Publikationen nur zeitverzögert bei den Unternehmen an – und genauso werden die Probleme der Praxis in der betriebswirtschaftlichen Forschung nur mit Zeitverzögerung wahrgenommen. Der Gesamtvorstand strebt deshalb die Verbesserung des Transfers betriebswirtschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis an.

 

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler forschen in der BWL in ihren Teildisziplinen – aber viele der drängenden Fragen, die Unternehmen heute beschäftigen, gehen über die traditionellen Grenzen dieser Disziplinen hinaus. Der VHB bietet bereits jetzt wichtige Plattformen zur Vernetzung der Forschung. Maßnahmen zur weiteren Vernetzung der BWL über die Grenzen der Teildisziplinen hinaus ist deshalb auch Bestandteil der strategischen Überlegungen des Gesamtvorstands.

 

Die Hochschullehrerinnen und -lehrer für Betriebswirtschaft müssen sich einmischen und aufzeigen, wo gefährliche Irrwege beschritten werden oder Fehlentwicklungen lauern. Dies ist nur möglich, wenn der VHB deutlich stärker als bisher mit klaren Stellungnahmen und Positionspapieren in der politischen Diskussion sichtbar wird und besteht: Als Stimme für die BWL an Universitäten. Ein strategisches Aktivitätsfeld des Gesamtvorstands ist daher die Verstärkung der Kommunikation in die Politik hinein.

 

Die nachhaltige Verankerung der BWL an Universitäten ist immer auch Förderung von Nachwuchswissenschaftlern und -wissenschaftlerinnen Der Gesamtvorstand sieht es daher als eine der wichtigsten Aufgaben des Verbandes an, auch unter den immer schwierigeren Rahmenbedingungen Beiträge zur wissenschaftlichen Aus- und Weiterbildung zu leisten. Dazu gehören zunächst der Ausbau des Doktorandenprogramms VHB-ProDok und die verstärkte Förderung der Initiative science angels als individuelles Coaching-Programm, aber auch weitere Maßnahmen zur Intensivierung der Nachwuchsarbeit.

 

Wir werden während der Hauptversammlung ausführlich über den Projektfortschritt und konkrete Maßnahmenpläne berichten und freuen uns auf die Diskussion mit Ihnen.