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Donnerstag, 30. März 2017
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Kernaktivitäten

 

79. Pfingsttagung des VHB

7. bis 9. Juni 2017 in St. Gallen

 

 

 

Wissenschaftliche Kommissionen

Verleihung der Konferenzpreise

12.06.2014
Der Verband der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft e. V. zeichnet im Rahmen seiner Jahrestagung hervorragende Einreichungen aus.

Als Anerkennung für den besten eingereichten Beitrag auf der 76. Wissenschaftlichen Jahrestagung verleiht der Verband der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft e.V. den Best Conference Paper Award 2014. Ausgezeichnet wird der Beitrag

 

„Enforcement and the Collective Preference towards Mandatory Disclosure Regulation“

 

von den Autoren Benedikt Franke und Li Zhang (beide Universität Mannheim).

 

In diesem Beitrag wird der Einfluss der Effizienz von Durchsetzungsmechanismen auf die Bildung von kollektiven Präferenzen von berichterstattenden Unternehmen hinsichtlich der Regulierung von Offenlegungspflichten betrachtet. Hierbei wird die Bildung der kollektiven Präferenzen mit Hilfe eines Abstimmungsprozesses modelliert. Im Gegensatz zu bisherigen Modellen wird die Durchsetzung von Offenlegungspflicht zudem als inhärent unvollkommen und damit als nicht perfekt angenommen. Es lässt sich zeigen, dass die Unvollkommenheit der Rechtsdurchsetzung konzeptionelle Auswirkungen auf die Bildung der kollektiven Präferenzen hat. Einerseits schützen sich Investoren durch potentielle Preisabschläge gegen mögliche Lücken in der Durchsetzung. Andererseits führt die Unvollkommenheit zu einer Angleichung von Präferenzen von Unternehmen mit unterschiedlicher Qualität, die ansonsten gegenläufige Präferenzen hinsichtlich der Offenlegungspflicht hätten. Dieser Angleichungseffekt bleibt auch unter der Hinzunahme von Kosten der Berichterstattung oder freiwilliger Berichterstattung erhalten. Die Ergebnisse hinsichtlich der Bildung der kollektiven Präferenzen deuten darauf hin, dass die Unvollkommenheit von Durchsetzungsmechanismen ein möglicher Erklärungsansatz für den empirisch beobachtbaren positiven Zusammenhang zwischen der Effizienz der Rechtsdurchsetzung und dem Ausmaß von Offenlegungspflichten ist. 

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Als Anerkennung für den Beitrag mit dem höchsten Praxisbezug auf der 76. Wissenschaftlichen Jahrestagung verleiht der Verband der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft e.V. den Best Practice Paper Award 2014 an:

 

Prof. Dr. René Fahr, Elmar Janssen, Prof. Dr. Caren Sureth (alle Universität Paderborn) für ihren Beitrag

 

“Can Tax Rate Increases Foster Investment under Entry and Exit Flexibility? – Insights from an Economic Experiment”.

 

Die theoretische Forschung zeigt, dass die Bereitschaft riskant zu investieren durch Steuererhöhungen erhöht bzw. durch Steuersenkungen reduziert werden kann. So kann unter bestimmten Rahmenbedingungen eine Erhöhung (Reduzierung) der Besteuerung eine frühere (verzögerte) Investitionsdurchführung bewirken und die Bereitschaft, riskant zu investieren, verändern. Diese Effekte, die zu verändertem Investitionsverhalten führen können und politisch gewünschte Lenkungswirkungen einer Steuerreform konterkarieren würden, zeigen sich in der Theorie vor allem dann, wenn der Investor über eine Ausstiegsoption aus dem Projekt verfügt und so flexibel auf Entwicklungen reagieren kann. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig zu klären, ob die theoretisch vermuteten Zusammenhänge auch tatsächlich beobachtet werden können.

 

Da Daten hierzu nicht verfügbar sind, war eine empirische Überprüfung dieses Zusammenhangs bislang nicht möglich. Man kann nun im Rahmen eines Laborexperiments zeigen, dass die auf den ersten Blick unerwarteten Reaktionen, die die Theorie nahelegt, sogar unabhängig vom Vorliegen einer Ausstiegsoption auftreten. Während Steuersenkungen das Investitionsverhalten nicht verändern, beschleunigen Steuererhöhungen auch im Experiment eine bestimmte Kategorie von Investitionen, wobei zugleich die Risikoübernahme reduziert wird. Dies gilt beispielsweise für Investitionen mit Ertragsstrukturen, wie sie bei Investitionen in Forschung und Entwicklung typisch sind.

 

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass behavioristische Effekte noch stärker in die Diskussion von Steuerreformen einbezogen werden sollten. Anderenfalls werden unerwartete Wirkungen von Steuerreformen, etwa auf die Innovationstätigkeit von Unternehmen, die in der politischen Diskussion oft ignoriert werden, erheblich unterschätzt und damit die Investitionsfolgen von Steuerreformen falsch eingeschätzt.

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Die Übernahme von Gutachtertätigkeiten stellt eine zunehmend anspruchsvolle Tätigkeit dar. Jeder Wissenschaftler sieht sich immer öfter vor die Aufgabe gestellt, nicht nur über Annahme oder Ablehnung eines Beitrages zu entscheiden, sondern auch sehr ausführlich und kompetent Stellung zu nehmen und konstruktive Hinweise zur Verbesserung zu geben. Diese Leistung würdigt der VHB mit dem Best Reviewer Award. Der Preis geht in diesem Jahr an Professor Dr. Dr. h. c. Wolfgang Ballwieser von der Ludwig-Maximilians-Universität München.

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Die Laudationes hält der Vorsitzende des Programmkomitees, Prof. Dr. Rainer Niemann, von der Karl-Franzens-Universität Graz. 

 

Die Überreichung der Auszeichnungen erfolgt in feierlichem Rahmen während der Abendveranstaltung am Donnerstag auf der Jahrestagung des VHB.

 

Wir gratulieren allen Preisträgern herzlich!