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Donnerstag, 16. November 2017
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80. Pfingsttagung des VHB

23. bis 25. Mai 2018 in Magdeburg

 

 

 

Wissenschaftliche Kommissionen

Ausgestaltung und Implementierung eines gemeinsamen Auswahltests

02.02.2007

Der VHB hat am 2. Februar 2007 an der Universität zu Köln eine Informationsveranstaltung zur Ausgestaltung und Implementierung eines gemeinsamen Auswahltests durchgeführt. Der VHB schlägt vor, einen bundeseinheitlichen Auswahltest entwickeln zu lassen, der dezentral in der Nähe des Heimatortes von den Studierenden abgelegt werden kann. Dazu konnte Herr Kollege Trost von der ITB Consulting GmbH gewonnen werden, der bereit ist, einen solchen Auswahltest für den Master-Zugang zu entwickeln. Eine mögliche Ausgestaltung sieht vor, dass den daran teilnehmenden Fakultäten keine Kosten entstehen und sich der Auswahltest durch eine Teilnahmegebühr refinanzieren wird, die von den Bewerbern zu entrichten ist.
Nach grundlegenden Vorarbeiten auf einem Workshop im Oktober und einer Vorstellung dieses Konzepts auf dem Fakultätentag haben sich zahlreiche Fakultäten als Interessenten gemeldet.

 

Für das Informationstreffen war folgendes Programm vorbereitet:

 

Programm

12 Uhr 00 Begrüßung und Einführung
Prof. Dr. Dr. h.c. Sönke Albers (CAU Kiel)

12 Uhr 30 Entwicklung eines dezentralen Auswahltests – Bericht und Schilderung des aktuellen Planungsstands
Prof. Dr. Günter Trost (ITB Consulting GmbH)

13 Uhr 15 Diskussion der Vorschläge

15 Uhr 00 Abstimmung einer gemeinsamen Lösung für Ausgestaltung und Implementierung eines Auswahltests

15 Uhr 30 Ende der Veranstaltung



Für rechtliche Fragen steht außerdem Herr Joachim D. Weber, Hochschulrektorenkonferenz, zu Verfügung.



An dem Informationstreffen haben Vertreter der Universitäten Konstanz, LMU München, Potsdam, Siegen, Regensburg, Kiel, Köln, Oldenburg, Freiburg, Bochum, Mannheim, KFU Graz, Marburg, Leipzig, Gießen, Münster, Aachen und Düsseldorf teilgenommen.
Zunächst berichtete Prof. Trost über das Konzept und den aktuellen Planungsstand der Entwicklung eines dezentralen Auswahltests für wirtschaftswissenschaftliche Master- Studiengänge (vgl. Präsentation). U.a. konnten folgende Punkte geklärt werden:

- In der BWL findet eine Konfrontation mit sehr unterschiedlichen Abschlüssen statt, die sich alle „Bachelor“ nennen: Universitäten, Fachhochschulen und verschiedene Bildungsinstitutionen aus dem Ausland, sodass die Note nicht aussagekräftig ist. Benötigt wird ein Auswahlverfahren, das die Note ersetzt, effizient und objektiv ist. Hier bietet sich das vorgeschlagene Multiple Choice-Verfahren an.

- Der Auswahltest soll nur ein Teilkriterium zur Auswahl von Studenten sein, neben z.B. Gesprächen und der Bachelor-Note, die Gewichtung des Tests erfolgt durch die jeweilige Universität.

- Im Sinne des Statements des Fakultätentags zur Charakterisierung des Masterstudiums sollte Ziel des Auswahltests sein, dass der Studienerfolg (nicht der Berufserfolg) gemessen wird.

- Aufgrund einer Fehlentwicklung des Akkreditierungswesens gibt es bei der Differenzierung zwischen Master of Science und Master of Arts keine einheitlichen Abgrenzungskriterien. Da der Name keine inhaltliche Relevanz hat, ist dieser für einen Auswahltest nicht von Bedeutung.

- Der Auswahltest sollte keine Zugangsbegrenzung als Eingangsvoraussetzung haben.

- Geklärt werden muss, ob nach Einführung des Test weitere Universitäten diesen voraussetzen dürfen und wenn ja zu welchen Konditionen.
In ausführlicher Diskussion weist Herr Weber, Justiziar der HRK, insbesondere auf die unterschiedliche rechtliche Situationen in den einzelnen Ländern sowie alternative rechtliche Konstrukte der Ausgestaltung und Implementierung eines gemeinsamen Auswahltests hin.



Zum weiteren Vorgehen wird festgehalten:

- Herr Weber wird gebeten, die rechtlichen Rahmenbedingungen auf HRK-Ebene zu klären.

- Bildung eines Planungsstabs/Expertengremiums für die Modellentwicklung.

- Die Hochschulen werden, sofern noch nicht erfolgt, gebeten, eine konditionale Erklärung abzugeben, die eine Teilnahme an dem Test unter der Voraussetzung, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen geklärt werden können, umfasst (Konditionalerklärungen) und bei der Formulierung von Satzungen die Implementierung des Tests offen zu halten.

- ITB wird gebeten, eine transparente Kalkulation zu erstellen, um verschiedene Durchführungsalternativen sowie Eigenleistungskomponenten und Einsparpotentiale identifizieren zu können.



Rückfragen richten Sie bitte an:

Verband der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft e.V.
Geschäftsstelle –
Dipl.-Kffr. Tina Osteneck
Groner Landstraße 46
37081 Göttingen
Tel.: +49 (0)551 504 66 36, Fax: +49 (0)551 504 66 35
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