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Sonntag, 24. September 2017
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VHB Gruppe

  

Kernaktivitäten

 

80. Pfingsttagung des VHB

23. bis 25. Mai 2018 in Magdeburg

 

 

 

Wissenschaftliche Kommissionen

Stand der Betriebswirtschaftslehre in der DFG-Förderung

Universität St.Gallen, Donnerstag, 08.06.2017


Unter der Leitung von Prof. Dr. Birgitta Wolff (Vorsitzende des VHB) hielten Frau Dr. Christiane Joerk (Programmdirektorin Geistes- und Sozialwissenschaften bei der DFG) sowie Prof. Dr. Hans Ulrich Buhl und Prof. Dr. Mark Ebers (beide Mitglieder des VHB und Mitglieder des Fachkollegiums Wirtschaftswissenschaft der DFG für das Fach Betriebswirtschaftslehre tätig) aufschlussreiche Vorträge über das Antragsverfahren und die Antragslage im Rahmen der Forschungsförderung durch die DFG.

 

Frau Joerk illustrierte zunächst die unterschiedlichen Antragsarten (z.B. Antrag auf Sachbeihilfe oder Antrag auf einen Sonderforschungsbereich) bei der DFG, während anschließend Hans Ulrich Buhl und Mark Ebers auf die konkrete Antragslage im Bereich der Wirtschaftswissenschaften im Allgemeinen und der Betriebswirtschaftslehre im Besonderen, den Ablauf des Begutachtungsverfahrens sowie die Arbeitsteilung im Fachkollegium Wirtschaftswissenschaften eingingen. Deutlich wurde dabei, dass die Anzahl der eingereichten Anträge in den letzten Jahren zwar deutlich zugenommen hat, ein Mehr an Anträgen aus dem Bereich der Betriebswirtschaftslehre jedoch dennoch wünschenswert erscheint. Dabei ist es von großer Wichtigkeit, dass wir uns als Community gegenseitig unterstützen und erfahrene Kollegen den Antragstellern als Feedbackgeber zur Verfügung stehen.

 

Klar wurde auch, dass die Begutachtungskultur in der Betriebswirtschaftslehre noch verbesserungsfähig ist. Deutlich wurde zudem in der anschließenden Diskussion, dass die derzeitige Verteilung der Sitze im Fachkollegium für die Betriebswirtschaftslehre eher ungünstig ist. Hier wurde in der abschließenden Diskussion der Wunsch geäußert, differenziertere Strukturen in der DFG zu schaffen, d.h. eine Unterscheidung und Aufteilung der Sitze im Fachkollegium nach Fachgebieten vorzunehmen, die der inzwischen weit vorangeschrittenen Binnendifferenzierung der Betriebswirtschaftslehre besser entspricht. Problematisiert wurde in der Diskussion auch, dass im Rahmen der DFG-Förderung regelmäßig nur 75%-Stellen vergeben werden, die es oft nicht ermöglichen, qualifizierte Mitarbeiter/innen für Forschungsprojekte zu gewinnen. Wenn Wirtschaftsinformatiker an dem DFG Projekt beteiligt sind, kann standardmäßig eine volle Stelle beantragt werden. Dies kann in gut begründeten Fällen (z.B. bei der Beschäftigung von Wirtschaftsingenieuren an technischen Universitäten, wenn man im Wettbewerb zu Ingenieuren steht) auch darüber hinaus mit Aussicht auf Erfolg beantragt werden, da das Fachkollegium solche Ausnahmen beschließen kann.