You are here: VHB news / VHB newsletters / VHB aktuell II/2011 / Pfingsttagung 2011: Nachlese / Podiumsdiskussion: Vorstand trifft Vorstand
Tuesday, October 17, 2017
DEEN
Follow & Join Us
VHB Gruppe

  

Kernaktivitäten

 

80. Pfingsttagung des VHB

23. bis 25. Mai 2018 in Magdeburg

 

 

 

Wissenschaftliche Kommissionen

Vorstand trifft Vorstand

„Nachhaltige Unternehmen – mehr Theorie als Praxis?“

 

 

Moderation

Dr. Arno Balzer, Chefredakteur des Manager Magazins

 

Teilnehmer

Rupert Stadler, Vorsitzender des Vorstands, Audi AG

Thomas Sattelberger, Personalvorstand und Arbeitsdirektor, Deutsche Telekom AG

Joachim Bitterlich, Chairman, Veolia Environnement Deutschland

Prof. Dr. Dres. h. c. Arnold Picot, Institut für Information, Organisation und Management, LMU München

Prof. Dr. Burkhard Schwenker, Vorsitzender des Aufsichtsrates, Roland Berger Strategy Consultants

 

 

Teilnehmer am Rednerpult (v.l.n.r.): Burkhard Schwenker, Arnold Picot, Arno Balzer, Joachim Bitterlich, Thomas Sattelberger, Rupert Stadler

Bericht

Welche Bedeutung hat Nachhaltigkeit für Unternehmen? Übernimmt sie nur in "grünen" Geschäftsfeldern einen wichtigen Platz? Wie relevant ist Nachhaltigkeit beispielsweise in der Unternehmensführung? Warum ist sie erstrebenswert? Welche Strukturen sind erforderlich? Welche Werte sind grundlegend? Der Begriff der Nachhaltigkeit braucht im ökonomischen Alltag, nicht nur in der Wissenschaft und im Lehrbuch, mehr inhaltliche Schärfe. Wissenschaftler und Manager debattierten auf dem Podium über Anspruch und Wirklichkeit.

 

In der Debatte stellte sich heraus, dass Nachhaltigkeit sich nicht mehr nur auf den Aufbau "grüner" Geschäftsfelder bezieht, sondern alle Unternehmensbereiche betrifft. Soziale und ökologische Aspekte müssen in das unternehmerische Handeln gleichberechtigt zum ökonomischen Handlungsrahmen integriert werden. Das ist eine Gesellschaftsforderung an Unternehmen.

Es wurde festgestellt, dass die deutschen Unternehmen das Thema „Nachhaltigkeit“ bereits zu Teilen umsetzen, aber zu wenig publizieren, im Gegensatz zu amerikanischen oder englischen Unternehmen, die die Publicity sehr gut zu nutzen wissen.

Das Problem der Nachhaltigkeit wird bereits seit den 1960er/70er Jahren diskutiert. Bis heute hat aber eine relativ geringe Entwicklung bei den konzeptionellen Grundlagen stattgefunden. Da die Ressourcen knapper werden, ist es aber heute ein größeres Thema denn je. Die Frage, ob denn Nachhaltigkeit überhaupt realisiert werden kann, wenn die Vorstände in Unternehmen immer häufiger wechseln, wie es der Fall ist, wird positiv beantwortet. Für die wissenschaftliche Ausbildung bedeutet das Erfordernis nachhaltigen Handelns, dass dem Nachwuchs soziale Kompetenzen und eine Globalisierungskultur mitgegeben werden müssen. Aber auch die Rekrutierungspraxis in Unternehmen muss sich ändern.

Als ein wichtiger Punkt wurde herausgestellt, dass Unternehmen das, was sie nachhaltig tun, noch transparenter darstellen müssen. Erst zum Teil gibt es mittlerweile Unternehmen, die in ihren Unternehmensberichten auch darstellen, wie nachhaltig sie gearbeitet haben.