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Wednesday, December 13, 2017
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Kernaktivitäten

 

80. Pfingsttagung des VHB

23. bis 25. Mai 2018 in Magdeburg

 

 

 

Wissenschaftliche Kommissionen

BWL-Masterstudium an Universitäten

Moderation

Prof. Dr. Richard Hartl, Universität Wien

 

Teilnehmer

Prof. Dr. Thomas Dyllick, Universität St. Gallen

Prof. Dr. Hermann Jahnke, Universität Bielefeld

Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Ulrich Küpper, LMU München

Prof. Dr. Georg Schreyögg, FU Berlin

Prof. Dr. Birgitta Wolff, Universität Magdeburg, Ministerin für Wissenschaft und Wirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt

 

Bericht

Nachdem die Bologna-Struktur mit den neuen Abschlüssen Bachelor, Master und PhD schon einige Jahre in Kraft ist, sollten bisherige Erfahrungen ausgetauscht und diskutiert werden.

Zunächst wurde eine Umfrage unter allen deutschsprachigen BWL-Fakultäten zu Studienangebot, Zulassungsmechanismen, Mobilität, Lehrkonzepten, Problemen und Erfahrungen präsentiert.

Das Podium hat unter Einbezug der Zuhörer über eigene Erfahrungen, Probleme und Erfolgsgeschichten  und Verbesserungsmöglichkeiten diskutiert.

 

Anfang 2011 wurde eine hochschulbezogene Erhebung zur Erfahrung mit der Bologna-Struktur durchgeführt. Das Ergebnis dieser Erhebung zeigt, dass es nur geringe Kompetenzverbesserungen gibt und die Praxisrelevanz sich kaum verändert hat. Im Vergleich zum Diplomstudium gibt es kaum eine Änderung bei den Studienabbrechern. Die Gesamtbewertung ist eher neutral bis negativ ausgefallen.

Seit der Einführung von Bachelor- und Masterprogrammen wird eine starke Zunahme von externen Eintritten an Universitäten verbucht und Auslandssemester und Auslandspraktika nehmen ebenfalls zu. Probleme mit sinkender Internationalität im Sinne geringerer Inanspruchnahmen von Auslandssemestern gibt es aber dann, wenn letzteres nicht sinnvoll im Studienplan verankert ist. Der Großteil der Masterstudierenden beginnt unmittelbar nach dem Bachelorabschluss, wobei im Schnitt 55% diesen Bachelorabschluss an der gleichen Universität erworben hat.

Negativ zu bewerten ist die Tatsache, dass die Aufnahme von Quereinsteigern erschwert ist und der administrative Aufwand sehr hoch ist. Einige Vortragende berichten von guten Erfahrungen mit Research-Master Programmen zur Vorbereitung auf oder als erster Schritt in Richtung PhD. Dafür ist aber eine sehr frühe Entscheidung der eigenen Laufbahn notwendig. Die Notwendigkeit des Ausbaus der strukturierten Promotionsprogramme für den wissenschaftlichen Nachwuchs wird ebenfalls unterstrichen.

Die Politik erschwert die bestehenden Probleme, indem sie die Gleichstellung von Bachelor und Master von Fachhochschulen durchgesetzt hat. Es besteht ein strenges Diskriminierungsverbot. Daher ist es oft zweckmäßig, eigene Aufnahmetests einzuführen, ohne das Diskriminierungsgesetz zu verletzen. Werden zum Beispiel die Anforderungen in Englisch und Mathematik hoch angesetzt, so fallen bis zu 80% der Fachhochschüler weg.