You are here: VHB news / VHB newsletters / VHB aktuell II/2010 / Nachlese Pfingsttagung 2010 / Podiumsdiskussion: Wirtschaftsethik
Tuesday, October 17, 2017
DEEN
Follow & Join Us
VHB Gruppe

  

Kernaktivitäten

 

80. Pfingsttagung des VHB

23. bis 25. Mai 2018 in Magdeburg

 

 

 

Wissenschaftliche Kommissionen

Podiumsdiskussion: Wirtschaftsethik:

Modeerscheinung oder unverzichtbarer Hintergrund der (Markt-) Wirtschaft in einer globalisierten Welt?

  

Teilnehmer: Prof. Dr. Dr. h.c. Ulrich Küpper, Prof. Dr. Andreas Georgi, Caspar von Hauenschild, Prof. Dr. Andreas Pfingsten, Prof. Dr. Ingo Pies

 

Diese Art von Symposium war bis vor Kurzem nicht denkbar, da – so die gängige Meinung – Unternehmensethik (Wirtschaftsethik) nicht ins Fach gehört.

 

Ethik wird in Unternehmen nicht als Modeerscheinung, sondern als Tagesgeschäft gesehen. Jeder Mensch hat gewisse Werte und Moral, Ethik sollte alltagstauglich betrieben werden, was im Unternehmen Coaching mit System heißt.

 

Wirtschaftsethik ist für die Wirtschaft wichtig. Das gesellschaftliche Umfeld für Unternehmen hat sich geändert. Das alte Modell sah so aus, dass der Staat der Regelgeber und der Unternehmer der Regelnehmer war. Allerdings ist aus ethischer Hinsicht nicht alles, was legal ist, auch immer legitim. Eine Umstellung auf eine Art Selbstversorgung ist gefragt, wozu auch gehört, dass Unternehmen bei Regelerstellungen selbst mitwirken.

 

Da es verschiedene Wertesysteme gibt und sich dies in einer globalen Welt eindrücklich zeigt, ist eine Art Neujustierung nötig. Ein Unternehmen ohne Wertesystem zu führen, ist kaum möglich. Es ist wichtig, den Menschen deutlich zu signalisieren, was möglich ist und was nicht. Dabei ist es nötig, Verantwortungsprinzipien über Verhaltensprinzipien zu stellen, da momentan auch global Führungskräfte wenig Akzeptanz finden. Um diese Akzeptanz zu steigern, muss in der Unternehmensführung eine gewisse Transparenz geschaffen werden. Hier sollte jeder sein eigenes Wertesystem überdenken.

 

Die Praxis wünscht sich an Universitäten mehr Eigenverantwortung, mehr Wertevermittlung. Wirkungsketten müssen transparenter gemacht werden.

 

Die Forschung sieht für sich nicht die Aufgabe, die Studierenden zu besseren Menschen zu erziehen, sondern zu guten Managern auszubilden.

 

Einigkeit herrscht zwischen Forschung und Praxis dahingehend, dass den Studierenden der Respekt vor den Wertesystemen anderer beigebracht werden muss.